Reisebericht Südengland 05.07.-11.07.2019

Reise ins malerische Cornwall & Devon

Der Flug der British Airways ging zwar erst am Mittag, aber da auf den deutschen Autobahnen momentan stets mit unvorhersehbaren Hindernissen zu rechnen ist, traf sich eine muntere Schar von 24 Reisenden schon in den frühen Morgenstunden an der Schönbornhalle in Mingolsheim. Ein komfortabler Reisebus brachte uns alle direkt vor die Abflughalle und die Fluglinie öffnete, wie zugesagt, einen Gruppenschalter. Am Terminal 2 geht es ja glücklicherweise etwas ruhiger zu und so konnte man sich beim gemütlichen Frühstück in der oberen Etage schon etwas kennenlernen. Mit etwas Verspätung, die wohl dem erhöhten Flugaufkommen geschuldet war, startete der Flieger dann Richtung London. Für Aufregung sollte dort allerdings ein einzelnes Gepäckstück sorgen, dass auf unerfindlichen Gründen auf dem nächsten British Airways Flieger verladen wurde. Aber das wurde schon in London Heathrow ermittelt und der ständige Kontakt zu den Mitarbeitern von Citybag-Luggage, die in solchen Fällen für die Nachsendung zuständig sind, sorgte für Gewissheit, dass der Koffer nicht verloren war.

Am nächsten Tag traf er im Hotel ein und eine hilfsbereite Gruppe, hätte gerne mit allem ausgeholfen, was in der Zwischenzeit fehlte. Auch das Flugzeug des GEBECO Reiseleiters landete in einem anderen Terminal als geplant und so war es fast schon Vorsehung, dass Gruppe und Reiseleiter letztendlich zeitgleich zusammentrafen. Der Busfahrer Richard der uns die ganzen Tage über 1.550 Meilen sicher fahren sollte, war allen sofort sympathisch und besonders bei einer langen Fahrt rückwärts, zeigte er seine ganze Fahrkunst.

Das erste Ziel hieß Windsor Castle. Dr. Andreas Klein, der auch für Studiosus tätig ist, führte uns schon auf der Fahrt in die englische Denkweise ein und da er nicht nur in England lebte, sondern auch an der Universität als Dozent arbeitete, konnte er sehr gut vermitteln, was die Briten so besonders macht. Aber auch praktische Tipps hatte er zum Beispiel bezüglich des Geldes. So hielt er uns an, Geldscheine immer auf das durchsichtige Fenster zu prüfen, da alte Geldscheine ungültig sind. Es war für viele wieder gewöhnungsbedürftig mit Fremdwährung umzugehen. Aber es tauchte kein „falscher“ Geldschein auf, so wie auf der ganzen Reise vergessene Kameras oder liegengelassene Handys auf Toiletten stets wieder auftauchten. Immer wieder thematisiert wurde natürlich das Verhältnis der Bevölkerung zur britischen Königsfamilie, besonders bei einem Besuch von Windsor Castle, das ja eine der Residenzen der Familie Windsor ist. Immer wieder erklärte er die Bedeutung der Queen, die in ihrem hohen Alter, wie ein Fels in der Brandung ist und wie niemand anders für Kontinuität und Disziplin steht. Sie verkörpert die englischen Tugenden und auch Prinz William, der wahrscheinlich die Thronfolge antreten wird, wird sehr geliebt, nicht zuletzt weil er einem bürgerlichem Beruf nachging. Der Besuch von Windsor Castle war fakultativ und so besichtigte ein Teil der Gruppe die sehr interessanten Räumlichkeiten. Ein weiteres wichtiges Thema ist das englische Wetter, das wirklich immer im Zentrum einer jeden Unterhaltung steht. Windsor Castle leuchtete in der Sonne und der Himmel war wolkenlos blau. Dieses herrliche Sommerwetter sollte die ganze Woche über halten und dies war nicht nur ungewöhnlich, sondern ein besonderes Glück, denn bis zur Ankunft der Gruppe war es regnerisch und kühl gewesen. Trotzdem mahnte Andreas immer genügend Kleidung zum Wechseln zur Hand zu haben, da das Wetter auf der Insel so schnell umschlagen kann, wie nirgendwo sonst. Der Rest schaute sich den Ort an, der obwohl er eine Kleinstadt ist über zwei Bahnhöfe verfügt und nur durch die Themse vom gegenüberliegenden Eton getrennt wird. Im Bahnhof Windsor Eton Central steht die Lokomotive, namens The Queen , mit dem schon Königin Victoria zu reisen pflegte. Wunderschöne Einkaufsarkaden luden zum Bummeln ein und auch der ein oder andere erste Imbiss wurde eingenommen. Sehenswert sind außerdem die Windsor Parish Church of St. John Babtist, die im Tudorstil errichtet wurde. Nach der Besichtigung dieser Kleinstadt, deren Gründung auf die Zeit der Angelsachsen zurückgeht und an der die industrielle Revolution, die viele Städte veränderte, komplett vorbeiging, fuhren wir zum ersten Domizil der Reise. Das Doubletree by Hilton im Norden von Bristol empfing uns mit einem frisch gebackenen Cookie, den es in dieser Kette immer gibt und einem leckeren gemeinsamen Dinner, das allen sehr gut schmeckte. Alle waren aufgrund des frühen Aufbruchs am Morgen rechtschaffen müde und trotzdem traf man sich danach noch an der gemütlichen Bar. Einige verfolgten die spannenden Tennismatchs in Wimbeldon, die natürlich übertragen wurden und traditionell trinken die Engländer dazu den Pimms No. 1 Cup. Ein erfrischendes Getränk das mit einem auf Ginbasis und 27 Kräutern bestehenden Kräuterlikör (Pimms No 1) und Limonade oder Gingerale gemischt wird und mit Obst und Minze serviert wird. Aber auch das englische Bier ist ein guter Absacker und man ging früh schlafen.

Am nächsten Morgen wartete natürlich ein warmes englisches Frühstück mit Spiegelei, Würstchen, Rösti und baked Beans auf uns und auch das warme Porridge, das es immer dampfend im Topf gibt, fand seine Freunde. Bei uns als Haferbrei oder gar Schleim als Schonkost verpönt, schmeckt es doch sehr lecker. Die englischen Toaster sind gewöhnungsbedürftig und sorgten für Verwunderung, denn genau wie die britischen Armaturen ist auf der Insel vieles etwas anders als bei uns.

Natürlich ließen wir auch erst einmal unser Geburtstagskind Margit hochleben, die ihren Jubeltag mit uns feierte und sich auch über einen wolkenlosen Himmel freuen konnte.

Dann ging es gleich in die wunderschöne Stadt Bath, die wie der Name schon sagt, ein Kurbad ist und in der Grafschaft Somerset gelegen nur 22 Meilen entfernt war. Schon lange bevor die Römer hierher kamen und dort eines der bedeutendsten Bäder außerhalb von Rom errichteten war Bath bei den Bewohnern Britanniens wegen seiner heißen und heilsamen Quellen beliebt und die Römer brachten hier mit dem Bau von Fußbodenheizungen und Aquädukten ihr gesamtes Know-How zur Anwendung. Schon im Bus erzählte Andreas von der Berühmten Tochter der Stadt Jane Austin, die vor allem mit Ihren Werken „Stolz und Vorurteil“ und „Emma“ berühmt wurde. Erstmalig zum Einsatz kam ein Audiosystem, das es möglich macht, seinen Erklärungen zu folgen, ohne in unmittelbarer Nähe zu stehen. Architektonisch unterscheidet sich Bath von allen anderen Städten in England, erinnert zugleich an Edinburgh, Wien und Prag und steht als urbane Komposition nahezu vollständig unter Denkmalschutz. Zudem verlieht ihr die UNESCO als einzige im Land den Status des Weltkulturerbes. Andreas führte uns, nachdem wir den spektakulären Ausblick auf den Avon genossen hatten in den Kern der Stadt, wo wir uns vor allem um die Abteikirche Bath Abbey mit dem furiosem Westportal und den riesigen Fenstern der Festfassade, wo Engel die Himmelsleiter hinauf- und herabsteigen. Auf der Ostseite hatte man einen fantastischen Blick auf das Grün der Parade Gardens und den terrassenförmig gesäumten Ufern der Abbeyschleife. Der Queen Square leitet auf die Platzanlage Circus zu, der zum Höhepunkt des Royal Crescent führt und einen spektakulären Blick über Bath und die umliegenden Hügel bot. Nach dem Rundgang gab es noch genügend Zeit ein wenig in den Geschäftsstraßen und kleinen Passagen mit reizvollen und eleganten Geschäften zu bummeln und die blumengeschmückten Häuser zu fotografiere. Nach diesem Vormittag ging es dann auch zugleich weiter in das am Südfuß des Medip Hills gelegene und mit 10.000 Einwohnern kleinste Städtchen Englands Wells. Aufgrund der vielen Quellen, die diesem Ort den Namen gaben, gab es schon zu römischer Zeit eine Siedlung und erst in angelsächsischer Zeit erlangte Wells größere Bedeutung als eine wichtige Stadt des Königreichs Wessex. Absolut sehenswert ist hier natürlich die riesige St. Andrews Chathedral, die gegen eine kleine Spende besichtig werden konnte. Die Westfassade ist mit 300 Statuten bestückt und die drei Scherenbögen eine architektonische Besonderheit. Die Kathedrale verleiht Wells das Stadtrecht, da sich jeder Ort der eine Kathedrale besitzt, automatisch Stadt nenne darf. Andreas führte uns intensiv in die Exzentrik der englischen Baukunst ein, die man hier eindrucksvoll erleben kann. Die Vierungsbögen, die Wells weltberühmt gemacht haben, waren eine grandiose Lösung, um die Last des Vierungsturms zu tragen Zudem wurde gerade für ein Konzert geprobt und wir hatten das große Glück, Ausschnitte von Mozarts Requiem mit Chor, Orchester und fantastischen Solisten zu hören, die die Besichtigung dieser prächtigen Kathedrale auch noch zum Klangerlebnis werden ließen.

Vorbei an der berühmten astronomischen Uhr von 1392 ging es auf die nicht minder berühmte Treppe aus dem 13. Jahrhundert, die zum Kapitelhaus und dem Brückenübergang zum Vicar’s Close führt. Wer von Kirchen nicht genug bekam, konnte die St. Cuthbert-Church besichtigen, die größte Pfarrkirche in Somerset und in ihrer eleganten Simplizität ein schönes Beispiel für den Perpendicular Style- die dritte Phase der englischen Gotik.

Aber Wells bietet auch wunderschöne Fachwerkbauten und blumengeschmückte Häuserfronten. Auf dem Markt hinter der Kathedrale konnte man alles finden, was das Herz begehrt, um einen schönen Lunch einzunehmen und an den Ständen zu stöbern. Vom libanesischen Grill bis zur Cornish Pastry in allen Variationen duftete es herrlich und frisch gestärkt ging es weiter zu einer Exkursion in das Bodmin Moor. Das Hochmoor mit Heide, Moos und Ginster bewachsen misst nur 15 Kilometer im Durchmesser und bedeutend sind die bizarren Tors – natürliche Granittürme, die aussehen wie aufeinandergestapelten Steinplatten. Inmitten dieser Abgeschiedenheit und Miniaturwildnis, die ein Gefühl der Einsamkeit vermittelt, bereitete uns Andreas auf den nächsten Stopp vor. Die Autorin Daphne du Maurier beschrieb in ihren zahlreichen Romanen und Kurzgeschichten das romantische, ungezähmte und geheimnisvolle Cornwall in dem sie zu Hause war und das sie inspirierte. Viele ihrer Bücher wurden als technisch brillante, stimmungs- und gefühlvolle Psychothriller verfilmt und Andreas schilderte auf der Tour die Geschichte von „Rebecca“, die hier auf Manderley lebte und erzählte die Handlung von dem Meisterwerk ausführlich und auch „Wenn die Gondeln Trauer tragen“, bis ins kleinste Detail. Das „Jamaica Inn“ – eine düstere Spelunke -, das wir besichtigten, erlangte durch den gleichnamigen Roman Weltruhm und wir spürten mit der Geschichte im Ohr die Atmosphäre.

Nun waren wir schon auf dem Weg zu unserem Domizil für die Nacht. Andreas erzählte uns noch viel Wissenswertes über die Briten und auch über andere große Autoren, die aus Cornwall kamen, wie John Le Carré. Dieser lernte Deutsch, um die Lehrer an einer verhassten Eliteschule zu ärgern und in solcher Perfektion, dass er als Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland eingesetzt werden konnte. „Der Spion, der aus der Kälte kam“ ist sein bekanntestes Werk, dessen Inhalt Andreas ebenfalls in aller Ausführlichkeit wiedergab. Das Sands Resort in Newquay, das wir am Abend erreichten, liegt nur durch die Uferstrasse vom Strand getrennt und sollte unsere Unterkunft für die nächsten vier Nächte sein. Liebevoll mit vielen maritimen Accessoires dekoriert, war die Lobby hell und freundlich und wir bezogen unsere Zimmer. Das gemeinsame Abendessen und das Bier hatten wir uns alle redlich verdient und natürlich feierten wir auch nochmals unser Geburtstagskind.

Wer noch Lust und Energie für einen Abendspaziergang hatte, ging noch zum Pub am Strand, dass „Little Mermaid“ hieß und über eine große Terrasse verfügte. Als Paradies für Surfer ist der Strand bekannt, die die Wellen zu schätzen wissen und auch als Drehort für verschiedenen Szenen in Rosamunde Pilcher Filmen lieferte der Ort schon die Kulisse. Besonders die Sonnenuntergänge waren spektakulär und auch die Gartenanlage des Hotels mit kleinem Wasserlauf war ein beliebter Aufenthaltsort.

Nach einem wie immer deftigen Frühstück, dass das Mittagessen gleich mitersetzt ging es gleich am Morgen in das malerische St. Ives. Der kleine Ort, in dem nur 10.000 Einwohner leben ist durch seine kilometerlangen Sandstrände wie die St. Ives Bay bekannt, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Wir machten erst einmal einen Bummel durch den Hafen und die kleinen Gassen. Faszinierend waren die kleinen Häuschen und der Blick in die winzigen Wohnzimmer – wenn die Tür auftand – , Schiffe und bunte Fassaden, Fischernetze und das Geschrei der Möwen. Der Himmel war heute etwas bedeckt, aber das Wetter für England immer noch traumhaft. Die St. Ia’s Church, die man von überall sieht wurde nach dem cornischen Heiligen benannt, der auch der ganzen Insel den Namen gab. Am Hafen steht eine winzige Kirche, die für die Angehörigen gebaut wurde, die für die Heimkehr der Fischer beteten.

Wir hatten nach einer langen Tour noch ausgiebig Zeit, auf eigene Faust loszuziehen und einzukaufen oder eine Strandspaziergang zu machen. Andreas hatte den bekannten Fudge in allen Geschmacksrichtungen gekauft und wir konnten die sehr süße Spezialität in der Sorte Kokos oder Eton Mess kosten. Dann ging es gleich zum nächsten Highlight, denn auch die malerische Landzunge Land’s End, die der westlichste Punkt Englands auf der Hauptinsel ist, wurde schon als Kulisse für Pilcher Verfilmungen genommen. Die etwa 45 Kilometer südwestlich gelegenen Scilly Inseln sind der westlichste Punkt Englands. Der Legende nach soll das versunkene Land Lyoness zwischen Land’s End und den Scilly Inseln gelegen haben. Natürlich erzählte uns Andreas von dem Land Arthurs und von Tristan und Isolde. Die Szene als sich das Liebespaar im Mondschein traf und vom eifersüchtigen Ehegatten beobachtet wurde, schilderte er derart plastisch, dass man wirklich meinte dabei gewesen zu sein. In dem Themenpark des heute in Privatbesitz befindlichen Land’s End aßen wir zu Mittag und einige kosteten hier Fish & Chips, die man natürlich auch bei jedem Aufenthalt in auf der Insel gegessen haben muss oder tranken einen Kaffee auf der Terrasse.

Doch dann ging gleich weiter zu einem nächsten Höhepunkt. Andreas schilderte das Lebendwerk einer wirklich einzigartigen Frau: Rowena Cade. Sie plante, baute und finanzierte das Minack Theatre in Porthcurno. Noch bei der ersten Aufführung im Jahr 1932 war die Bühne des berühmten Freilichttheaters noch eine einfache Rasenterrasse und die Beleuchtung bestand aus Batterien, Autoscheinwerfern und dem vom Minack House heruntergeleitetem schwachen Strom. Seither hat sich das Minack Theater zu dem spektakulären, voll ausgestatteten, weltweit bekannten Theater entwickelt, das wir nun besichtigten und die Gartenanlage mit einem absolut spektakulären Blick auf die Bucht war wirklich atemberaubend. Glücklicherweise fanden auch hier gerade Proben statt und so konnten wir eine Sängerin beim Intonieren einer Wagner Arie hören. Da der Aufstieg beschwerlich war, kamen nicht alle Teilnehmer der Reise mit. Aber auch die „Zurückgebliebenen“ genossen einen sagenhaft schönen Aufenthalt an dem wunderschönen Strand und waren gleichfalls begeistert. Auf dem Rückweg erzählte Andreas beispielsweise, warum die Queen so beliebt ist und die Schilderung, wie eine Mädchenmannschaft bei einsetzendem Starkregen bei einer Segelregatta trotzdem aufrecht stehen blieb und auch die Königin über viele Stunde keine Schwäche zeigte, blieb sicherlich allen in Erinnerung. Andreas intonierte immer wieder „Whole Britannia“, die inoffizielle Hymne mit seiner klangvollen Stimme und zeigte, dass an ihm ein wahrer Brite verloren gegangen ist. Mit vielen Anekdoten und Zitaten von Freunden konnte man dem wahren Charakter und der Wesensart eines typischen Briten auf die Spur kommen.

Nach diesem langen und aufregenden Tag waren wir alle müde und viele ließen nach dem gemeinsamen Abendessen den Abend an der wirklich schönen Bar ausklingen oder gingen nochmal in den Pub.

Erwähnenswert ist, dass Andreas nicht zu den Frühaufstehern unter den Reiseführern zählte und so konnten wir morgens gemütlich frühstücken. Eine Runde im großen Indoorpool, den es übrigens im Hotel ebenfalls gab, drehte allerdings kein Reiseteilnehmer denn die Abende in der Bar oder dem Pub waren sehr gemütlich und gesellig. Am Morgen ging es in das bekannte Tintagel an einem malerischen, zerklüfteten Küstenabschnitt im äußersten Südwesten Cornwalls. Bekannt ist vor allem die am Meer liegende Burgruine Tintagel Castle, die der Chronist Geoffrey de Monmouth 1136 in seiner Historie Regum Britanniae zu König Artus Residenz erklärt hatten. In der Spätantike befand sich hier eine größere Siedlung, die von den Archäologen teils als Kloster, teils als Fürstensitz interpretiert wurde. Andreas erzählte uns, dass hier Keramik aus dem Mittelmeerraum importiert wurde. In sagenhafter Zeit soll hier König Artur gelebt haben. Hier gingen wir auf eine wunderbare Klippenwanderung, für die man allerdings gut zu Fuß sein musste. Der großartige Ausblick war allerdings jede Mühe wert. Die spektakuläre Burgruine Tintagel Castle, die hoch oben auf zwei Steilklippen thront, die mit einer Hängebrücke verbunden sind und der Blick auf die schäumende See war herrlich und einer der vielen Höhepunkte der Reise. Einen Abstecher machten wir auch zu der nahe den Klippen gelegenen Pfarrkirche St. Merteriana, die wir auch innen besichtigten. Die alten Grabmale sind schief und verwittert. Anschließend hatten wir noch Zeit im Örtchen Tintagel. Hier ist das Old Postoffice, ein pittoreskes Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert mit gewelltem Schieferdach ein Foto wert. Wir machten uns auf den Weg zur Mittagspause und natürlich erzählte uns Andreas auch vom harten Leben der „Tinners“, der Zinnschürfer, die etwas 20 Kilometer von Newquay entfernt bei Wind und Wetter arbeiteten. Er erzählte von der großen Not im 17. und 18. Jahrhundert und den sozialen Unruhen, auf die durch die industrielle Revolution ein bescheidener Aufschwung folgte. Die Mittagspause verbrachten wir im Dörfchen Boscastle, dessen steile Gassen hinunter in die fjordähnliche baumbestandene Bucht führen. Ein Fluß mündet zwischen steilen Ufern und die blumengeschmückten Cottages entlang der Dunnstreet stehen unter dem Schutz des National Trust. Hier gab es natürlich ebenfalls die leckeren Pastries, die man mit Steak, Lamm oder auch nur Gemüse genießen kann und wunderbares Shortbread (Butterkekse). Gerne wären wir hier noch länger geblieben, das es auch wunderbare Geschäfte gab, aber Andreas hatte schon davor gewarnt zu viel zu essen. Es wartete eine Teatime auf uns, ohne die eine Englandaufenthalt natürlich ebenfalls niemals zu Ende gehen darf. Diese ist dem Briten schließlich heilig und gerade in der Grafschaft Devon, wo wir nun waren ist der Scone mit clotted Cream und Marmelade eine ausgesprochene Spezialität. Wir erreichten das Fischerdorf Clovelly, das vor allem durch den Roman Westward Ho von Charles Kingsley bekannt wurde und das auch Charles Dickens in seinem Buch „Message from the sea“ beschreibt. Auch hier musste man sich die Leckerei erst verdienen, denn ein steiler Weg mit großen Kieselsteinen führte in den malerischen Ort. Vor allem die vielen Katzen wurden mit den Kameras verewigt, die possierlich vor wunderschönen Fischerhäusern saßen. Man konnte sich gar nicht satt sehen und fand immer wieder eine neue kleine Gasse oder ein kleines Geschäft, die Kunsthandwerk, Antiquitäten und Souvenirs anboten. Der heiße Tee und die einfach wunderbaren, warmen Scones schmeckten allen vorzüglich und wir machten uns auf den Rückweg. Das Dorf, in dem viele Einwohner tatsächlich noch vom Fischfang leben, ist seit 250 Jahren im Privatbesitz der Familie Rous, die die Eintrittsgelder seit 1988 nutzt, um das Dorf zu erhalten. Die meisten nutzten einen Rangerover Service für den Rückweg und einige gingen den steilen Weg zurück. Nach einem weiteren wunderbaren, aber auch anstrengenden Tag ging es zurück nach Newqay, wo ein weiterer spektakulärer, vielfotografierter Sonnenuntergang und ein leckeres Abendessen auf uns wartete. Mit einem Gin Tonic, Whiskey oder auch der erfrischenden homemade Lemonade an der Bar ließen wir den Abend ausklingen.

Wie immer bestens gestärkt mit einem guten Frühstück, ging es heute zur Erkundung eines weiteren spektakulären Highlights. Im Bus erzählte und Andreas die wahrlich einzigartige Geschichte der Lost Gardens of Heligan, die wohl berühmtesten und am meist geliebten Gärten Englands. Seit mehr als 400 Jahren befinden sich die 200 Morgen des Heligan Gutshofes im Besitz der Familie Tremayne und im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich hier eine blühende Gemeinschaft. Andreas schilderte, wie im ersten Weltkrieg 9 der einst 13 Gärtnern nicht mehr zurückkamen und alles seit 1920 gleichsam in einem Dornröschenschlaf ruhte. Jack Temayne hatte Heligan verlassen, da er nicht mit den Geistern leben konnte und die Gärten gerieten in Vergessenheit. Tim Smit, ein erfolgreicher Unternehmer aus der Musikbranche kaufte das Anwesen und ließ alles mit viel Geld und Dutzenden von enthusiastischen Hilfskräften generalstabsmäßig wiederherrichten und die einstigen Gärten aus dem Dschungeldickicht herauszuschälen. Die wurde alles medienwirksam ab 1990 begleitet und so wurden alle Schritte, sowie die Entdeckung alter Bäume in BBC Dokumentationen gezeigt. Andreas ließ uns teilhaben an der Faszination, die Tim Smit damals erfasst haben musste, als John Willis – ein Nachfolger der Familie Trmayne – ihm dieses Juwel zeigte und er mit viel Neugier heraufinden wollte, was sich hier damals ereignete. Mit dieser Geschichte im Kopf machten wir uns selbst auf die Expedition und von der Mystik dieser Gärten einfangen. Jeder konnte sich dabei aussuchen, welchen Teil er entdecken wollte. Verschlungene Pfade führten durch die Dschungelschlucht und über eine Hängebrücke. Die Zeit der Rhododendronblüte war zwar schon vorbei, aber im Sonnenuhrgarten und den italienischen Gärten blühte es noch. An Wunschbrunnen konnte man mit dem Einwurf von Kleingeld seine Wünsche loswerden und man traf sich auf der Suche nach den Ananaspflanzen. Hier wurde die viktorianische Art des Gartenbaus wiederbelebt und als wir uns nach einem Bummel durch den ebenfalls tollen Shops wieder an der markanten Statue mit den Wuschelhaaren trafen, hatten wir alle viel gesehen.

Den Lunch nahmen wir in dem wunderschönen Ort Mevigissey ein, einem großen englischen Fischerdorf, ca. 6 Meilen südlich von St. Austell in der Mevadissey Bucht. Immer noch bildet der Fischfang einen wichtigen Erwerbszweig, doch nun ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle geworden. Warum das so ist, sahen wir schon auf dem Weg vom Busparkplatz zum Ort, denn der Blick war spektakulär. Der alte Ortskern mit seinen malerischen Gassen und durch den alten Hafen begeisterte alle und noch mehr die tollen Läden mit einem exquisiten Angebot, jenseits von Ramsch und Kitsch. Essen konnte man in den schönen Lokalen, jeder wurde fündig. Hier muss man auch einmal eine besondere Köstlichkeit erwähnen, denn das Eis ist in Cornwall ist besonders lecker. Das kommt natürlich durch die clotted Cream, die hier ebenfalls die Grundlage bildet und in ganz England wird Cornish Ice Cream in den Supermärkten verkauft. So hatte auf der Tour auch immer wieder ein Teilnehmer eine Tüte dieser Schleckerei in der Hand, die auch mal ein Mittagessen ersetzen kann.

Doch nun sollten die Gartenliebhaber und Fans der englischen Historie und des viktorianischen Zeitalters wahrlich auf ihrer Kosten kommen, denn weiter ging es in Richtung Bodmin. Eingebettet in eine 300 ha große Parklandschaft steht hier eines der schönsten historischen Countryhouses in ganz Cornwall. Schon die vielen verschiedenen Küchen waren faszinierend und in der Vorratskammern hingen Rebhuhn, Fasan und anderes Federvieh. So konnte man sich das Leben in diesem Herrenhaus sehr gut vorstellen und wer noch die Szenen aus der einst beliebten Serie „House am Eaton Place“ im Kopf hatte, meint wahrscheinlich, dass einem gleich Lady Majory, Butler James oder die resolute Haushälterin Mrs. Bridget über den Weg läuft. Bis ins kleinste Detail wurden die herrschaftlichen Räume, die Badezimmer, aber auch der Speicher mit den Koffern dargestellt. Es dauerte eine ganze Weile, bis man alle 49 Zimmer eines solchen Herrenhauses gesehen hatte und auch für den herrlichen Park musste man sich Zeit nehmen. Das Spielzimmer, der Schulraum, die Kammer in der das Personal die Schuhe putze. Man konnte sich gar nicht sattsehen an den vielen Accessoires und sich verlieren in der alten Zeit. Wie fast alle Häuser gehört dieses zum National Trust und auch Museumsshops sind keine Souvenirläden, sondern es gibt äußerst geschmackvolle Mitbringsel und Erinnerungen. Nach diesem erlebnisreichen Tag, ging es dann zum letzten Mal zurück ins Strandhotel und wir genossen nach dem Abendessen die Zeit an der Bar. Einfach schön, wenn sich jeder in der Gruppe mit jedem versteht und ein wahrer Glückfall.

Am Morgen hieß es dann nach dem Frühstück Abschied nehmen von Newquay und wir machten uns auf den Weg in Richtung London. Der erste Station des Tages war nach den Dörfern nun die Stadt Plymouth in der Grafschaft Devon, die mit ca. 260.000 Einwohnern schon etwas größer ist. Plymouth ist Standort der königlich-britischen Marienwerft und der Marinestützpunkt Devonport sogar der größte Marinehafen Westeuropas. Kreuzfahrschiffe legen allerdings in Southhampton an, wie Andreas auf Nachfrage erklärte. Aufgrund seiner besonderen Lage und wegen der 1691 gegründeten Marinebasis war Plymouth Standort zahlreicher Forschungs- und Entdeckungsreisen, wie die Weltumsegelung von Francis Drake oder zur Koloniegründung nach Roanoke unter Richard Grenvill. 1620 war Plymouth der letzte englische Hafen den die Mayflower auf ihrer Fahrt nach Nordamerika anlief. Auch die Fahrten von James Cook oder die Weltumseglung der Beagle mit Charles Darwin an Board begannen hier und so tauchten wir gemeinsam mit Andreas und mithilfe des Audiosystems tief in die Geschichte dieser interessanten Stadt ein, die nun auch versucht für Touristen attraktiver zu werden. Der markante Leuchtturm – Smeaton’s Tower – war sehr fotogen im blauen Himmel und wir machten bei wieder prächtigem Wetter, einen Rundgang. Im Herzstück „The Hoe“ stehen die Monumente, die die Triumphe der englischen Seefahrergeschichte lebendig machen. Das hochgelegene Sandsteinplateau am nördlichen Ende des Plymouth Sound, ist seit 1817 ein öffentlicher Park, von dem sich ein weiter Ausblick über die Plymouth South bietet. An Sir Francis Drake, der hier noch ein Bowlspiel beendete, bevor er in den Kampf gegen die spanische Armada aufbrach, erinnert noch eine imposante Bronzestatue. Andreas ließ uns an seinem aufregenden Leben teilhaben. Vielleicht gedeihen ja die Samenkapseln, die wirklich viele von einer interessant anmutenden Pflanze mitnahmen im heimischen Garten. Wer weiß? Nach dieser interessanten Stadt ging es dann weiter durch das schöne Devon. Andreas erzählte die Geschichte von Sherlok Holmes und dem „Hund der Baskervilles“, denn Arthur Conan Doyle erdachte seine Geschichten um den Weltberühmten Detektiv genau hier. Vorbei ging es an wunderschönen Landschaften. Er erklärte, wie die Hirten hier ihre Herden zusammenhalten und versorgen und wir hielten an Weiden mit herrlichen Pferden. Er ging auf das heiße Thema ein, das die Briten nur als B-Word bezeichnen, den Brexit. Denn in Cornwall wurde beim Referendum nicht nur mit großer Mehrheit dafür gestimmt, sondern es befinden sich hier die Hochburgen. Durch seinen langen Aufenthalt auf der Insel konnte Andreas sich so in die Psyche der Briten hinein versetzten, dass er uns nicht nur plausibel machen konnte, wie es dazu kam, sondern ganz logisch erschien. Er ging auf die Frage ein, die ein jeder Besucher stellt: Warum fahren die Briten links? Alle Erklärungen von der Ritterzeit her führte er auf und es ist erstaunlich, dass auch in Schweden noch lange Linksverkehr herrschte und auch wir beinahe verkehrsmäßig auf dieser Seite der Strasse gelandet wären. Es ist eigentlich gleich sicher und egal, auf welcher Seite man fährt, Hauptsache alle fahren auf der gleichen. Richtig romantisch wurde es dann bei einem Stopp an der Postbridge. Maler saßen hier, um die herrlichen Motive in Aquarell festzuhalten und man wähnte sich noch einmal, wie in Rosamunde Pilcher Land. Weiter ging es und Andreas erzählte, wie man auch als Deutscher beinahe zu Wahlberechtigten werden kann, weil es so etwas bürokratisches wie ein „Einwohnermeldeamt“ in England gar nicht gibt.

Am Nachmittag hatten wir dann den letzten Aufenthalt des Tages und dieser war in der früheren Hauptstadt von Cornwall, die heute die Hauptstadt von Devon ist: Exeter. Die 130.000 Einwohner zählende Stadt liegt an einer Fuhrt des Flusses Exe, einige Kilometer nördlich der Mündung in den Ärmelkanal. Der Wahlspruch der Stadt „Semper fidelis“ wurde 1588 von Elisabeth der I. vorgeschlagen und hätte nicht besser passen können. Dominant wird das Stadtbild von der Kathedrale St. Peter beherrscht, die ab als Bischofssitz ab 1112 errichte wurde. Das nahegelegene Crediton gilt als Geburtsort von Bonifatius, dem Apostel der Deutschen, und der Sitz wurde hierher verlegt, weil die Stadtmauern besseren Schutz vor Piraten boten – wahrscheinlich den Wikingern. Nach einer Führung von Andreas konnte man die Kathedrale mit dem imposanten Deckengewölbe und dem weltberühmten Chor besichtigen und dann die Stadt auf eigene Faust erkunden. In Exeter ist vor allem die Leichtindustrie ansässig und der Sitz des Met Office, des britischen Wetterdienstes, einer der größten meteorologischen Einrichtungen der Welt. Die Parliament Street galt lange als eine der schmalsten der Welt und die Guildhall, ist das älteste öffentliche Gebäude Englands, das immer noch verwendet wird. Hier hatten wir reichlich Zeit zu bummeln, je nach Gusto vielleicht italienisch, Fish und Chips oder auch noch einmal very british im Café Scones mit Clotted Cream zu essen und noch ein paar Mitbringsel zu kaufen. Dann ging es auch schon zum letzten Herberge in England. Das Holiday in Stonehenge gefiel uns sehr gut und nach einem gemeinsamen Farewelldrink und einen leckerem Abendessen ließen die meisten den langen Tag noch einmal an der schönen Bar ausklingen. Auch ein sehr schöner Pub lag ganz in der Nähe. Nun verabschiedeten wir uns auch von unserem Busfahrer Richard, der uns nicht nur sicher über 1.550 Meilen durch England gefahren hatte, sondern auch ein richtig toller Typ war, mit dem man sich gut unterhalten konnte. Stets hatte er genügend gekühltes Wasser an Board, was von der Gruppe dankbar genutzt wurde.

Nach einem schönen Frühstück im lichtdurchfluteten Restaurant des Hotels ging es nun zu unserem letzten und gleichzeitig ganz besonderen Ausflug. Das Hotel ist sehr gut gelegen, um am Morgen zu den ersten Besuchern von Stonehenge zu gehören. Obwohl dieses Wunder der Urzeit und mystische Symbol jeden Tag von tausenden von Menschen besucht wird, ist es durch die Absperrung ringsherum gut zu besichtigen und mit ein paar Wolken, die trotz prächtigem Wetter am Himmel standen, konnten wir die Anlage wunderbar erleben und auf uns wirken lassen. Ursprünglich war Stonehenge nur ein einfaches Erdwerk – ein runder Erdwall mit Graben, innen vielleicht mit einer schlichten Konstruktion aus Holzpfosten oder Steinen – errichte von etwa 5000 Jahren, in einer Zeit die wir Neolithikum oder Neusteinzeit nennen. Anfangs eine Stätte für Rituale, Bestattungen und zum Feiern. Um ca. 2500 vor Christus brachte man weitere und viel größere Steine an diese Stätte. Faszinierend, wie die riesigen Sarsenblöcke aus dem Norden der Grafschaft Wiltshire und kleinere Bausteine aus West-Wales, die den Anfang einer über 800 Jahre währenden Bauphase bildeten, den Weg dorthin gefunden haben. Stonehenge entwickelte sich zur größten Tempelanlage Großbritanniens, mit Erdwällen, Gräben und Steinkonstruktionen, die – wie Andreas erklärte -, in raffinierter Anordnung, die den Lauf der Sonne und die wechselnden Jahreszeiten markierten. Aber Stonehenge war nur ein Teil dieser bemerkenswerten Urlandschaft. Hunderte Hügelgräber breiteten sich auf den umliegenden Höhen aus und kleinere Tempelanlagen und Kultstätten lagen nicht weit entfernt. Wir ließen uns von dieser archäologischen Landschaft, die als Weltkulturerbe gilt, faszinieren und jeder hatte genug Zeit sie auf sich wirken zu lassen. Stonehenge hat die Menschen schon seit Jahrhunderten zum Studieren und Interpretieren inspiriert und die viele Teilnehmer der Gruppe hatten schon eine der unzähligen Dokumentationen gesehen. „Es war schon immer mein Traum, einmal hier zu sein“, so eine glückliche Dame aus der Gruppe. Nie konnten alle Fragen beantwortet werden. So hat sich Stonehenge immer einen gewissen Zauber bewahrt und wird wohl auch in Zukunft Geheimnisse hüten. Am Touristenzentrum konnten wir noch die Wohnstätten im Durrington Erdwerk besichtigen und mit alle diesen Eindrücken im Kopf war es Zeit für die Abfahrt in Richtung Flughafen London-Heathrow, der nur einen Steinwurf weit weg lag. Andreas brachte uns noch zum Terminal und zum Schalter, der für die Gruppenabfertigung geöffnet wurde. Nun war noch genug Zeit, in den vielen Shops des Flughafens zu stöbern und letzte Mitbringsel zu kaufen. Im Duty Free Shop gab es ein Gin-Tasting und dann war es auch schon Zeit abzufliegen. Obwohl die British Airways wieder mit etwas Verspätung aufwartete, kamen wir gut in Frankfurt an und auch der Bus wartete schon auf uns. Mit dem obligatorischen Stau auf der Autobahn kamen wir gut zurecht, schließlich hatten wir in England nur ein einziges Mal kurzzeitig Stopp und Go. Eine herrliche Woche hatten wir die Insel im Sonnenschein und ganz untypisch ohne jeden Regen erlebt und vor allem noch ohne die Unannehmlichkeiten, die der Brexit nun vielleicht mit sich bringt. Vielen Dank an eine wunderbare, überpünktliche und harmonische Gruppe, mit der das Reisen großen Spaß machte!!!! Einen informativen, „very britishen“ Reiseführer, einen wundervollen Busfahrer, durchweg freundliches Personal in den Hotels und immer wieder nette Begegnungen mit den Südengländern.